Am 09. Dezember 2017 lud das Netzwerk Spiritualität zum bereits fünften Stille - Tag ein. Diesmal in der EFG Erkrath – Treffpunkt Leben, die die knapp 30 Teilnehmenden allerbestens beherbergte und versorgte.

"Eigentlich" läuft jeder Stille - Tag sehr ähnlich ab. Und doch ist er jedes Mal anders. Das ist für mich das Besondere an diesen Treffen. Es ist beständig, z. B. mit einem meditativen Spaziergang, dem Blick auf die Perlen des Glaubens, Übungen zur Imagination - d. h., sich gedanklich auf eine Reise durch eine biblische Geschichte zu begeben - oder "nur" dem Sitzen in der Stille. Allein darüber kann man in unserer erlebnisorientierten Welt schon ins Nachdenken kommen.

 

Ein Stille-Tag bietet die Möglichkeit, sich individuell und Schritt für Schritt auf die geschenkte Zeit, aber vor allem auf die Begegnung mit Gott einzulassen. Was dabei im Innern zum Vorschein oder klingen kommt, "weiß Gott allein". Es kann auch ein gutes Gefühl sein, wenn nichts passiert - also innerlich mal keine Probleme gewälzt werden müssen; wenn die Begegnung mit Gott einfach zur persönlichen Atempause wird.

Für mich war der Stille - Tag  in Erkrath ein Innehalten mit einem persönlichen Rück- bzw. Ausblick. Ein Ankommen im Advent. Dieser Eindruck wurde durch das Winterwetter mit Schneefall noch unterstrichen.

Bei den ersten vier Stille - Tagen seit September 2015 hatte ich immer "irgendwas im Gepäck". An diesem zweiten Adventswochenende umgab mich jedoch zum ersten Mal ein warmes Gefühl der Ausgeglichenheit. Ich musste nichts loslassen, sondern konnte die Stille auf mich wirken lassen. Dafür bin ich dankbar und freue mich darauf, was das nächste Jahr bringt.

Auch diesmal schlossen wir den Stille-Tag mit einem gemeinsamen Gottesdienst ab.

(Denice Schaper aus der EFG Bonn)

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