2018 fundraising workshop
Was ist eigentlich Fundraising?

Am 7. September lud der Landesverband NRW gemeinsam mit der EFG Leverkusen zu einem Workshop-Abend zum Thema Finanzen und Fundraising ein. Initiatorin und Organisatorin dieses Treffens, das erstmalig in dieser Weise veranstaltet wurde, war die Gemeindeleiterin der Leverkusener Gemeinde Anne Traub. Ihre Erfahrungen fasst sie in einem persönlichen Bericht zusammen.

Spenden einwerben fängt in den eigenen Gemeinden an. Was früher selbstverständlich thematisiert und gelebt wurde, braucht heute eine neue Sprache und will erlernt sein. Diese Einsicht bildete den Einstieg in die abwechslungsreichen Vorträge von Volker Springer, kaufmännischer Geschäftsführer des BEFG und Timo Neumann, Spenderbeauftragter des BEFG, die den weiten Weg aus Elstal ins Rheinland zum Workshop an einem Freitagabend nicht gescheut hatten. Ziel des Abends war es, den Gemeinden des Landesverbandes NRW ihr Wissen und ihre Erfahrungen zum Einwerben von Spenden weiterzugeben und einen Austausch der Gemeindeverantwortlichen untereinander zu fördern.

Beide Referenten wiesen auf die Gemeinsamkeiten ihrer bundesweiten Tätigkeiten mit den Herausforderungen von Gemeindeverantwortlichen hin. Sie konnten sich kompetent und praxisorientiert in die Welt der Ortsgemeinden hineindenken und zahlreiche Tipps zur Verbesserung des lokalen Fundraisings weitergeben.

Volker Springer machte deutlich, wie wichtig eine gute Kommunikation der eigenen finanziellen Situation ist. Dabei muss immer der Adressat berücksichtigt werden: bei Finanzsachverständigen sollte ein Gemeindehaushalt anders dargestellt werden als in der Jahresgemeindestunde. Zahlen können in anschauliche Bilder „verpackt“ werden, so Springer. Eine verständliche Darstellung der teils komplexen Zahlen eines Haushalts stärkt bei den Gemeindemitgliedern das benötigte Vertrauen in die Arbeit ihrer Finanzverantwortlichen.

Potenzielle Spender benötigen zudem einen positiven Ausblick, so Timo Neumann. Nicht: Wo mangelt es an Geld? Sondern: Was bewirkt meine Spende? Das Werben um kleine Beträge mit Zweckbindung überzeugt die Geber mehr als ein Jammern über lückenhafte Haushalte.
Einige Beispiele für erfolgreiches Fundraising stellte David Glaubitz aus der Gemeinde Essen-Schonneberg vor, die auch Online-Portale nutzen und somit einen erweiterten Spenderkreis über die eigenen Mitglieder hinaus erreichen. Auch bei manchen Stiftungen und staatlichen Organisationen können Mittel für diakonische Gemeindeprojekte beantragt werden – das Wissen um das „Wo und Wie“ ist entscheidend.

Nach intensiver Fragerunde und Diskussion stellten die Teilnehmer des Workshops einhellig fest: Der anregende Abend war ein Gewinn. Sie nahmen konkrete Ideen mit und den Vorsatz, diese auch umzusetzen.

Das Format eines gemeinsamen Austauschs von Finanzverantwortlichen auf regionaler Ebene gepaart mit Inputs von Mitarbeitenden der Bundesgeschäftsstelle feierte an jenem Freitagabend Premiere – darf aber gerne wiederholt werden. Gemeinden, die Interesse an einem solchen Treffen mit anderen Gemeinden und Mitarbeitenden aus Elstal haben, können sich an Timo Neumann wenden. Auch bei Fragen rund um das Gemeinde-Fundraising gibt er gerne Auskunft: tneumann(at)baptisten.de

Ein Artikel von Anne Traub

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