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Schon im Vorfeld des Tages war es dem Arbeitskreis eine Freude, mit Peter Strauch einen renommierten und respektierten Gastredner verpflichtet zu haben. Der Tag selbst erfreute alle Teilnehmenden und Leitenden mit einem wichtigen Thema „Was tun, wenn der Glaube im Alter brüchig wird?“. Insbesondere die freundliche überzeugende Art und Weise, wie uns Peter Strauch dieses Thema aufschloss, war begeisternd und ermutigend.

Rund 100 Teilnehmende kamen am 16. November in die Gemeinde Essen West, um Peter Strauch zu hören und in der Gemeinschaft reiferer Menschen aufzutanken und sich auszutauschen. Peter Strauch fächerte das Grundthema in fünf Aspekte auf, die er als Bruchstellen einer Glaubensbiografie bezeichnete.

DSC04483.1Mit dem Fundament bezeichnete er die Basis, auf die sich mein Glaube gründet und er beschrieb die Sorge älter werdender Christen, ob dieses Fundament, an das ich mein Leben lang geglaubt habe, wirklich trägt.

Im Alter kann ich auf mein Lebenswerk zurückblicken. Ich muss mir immer wieder bewusst machen, dass es die Gnade Christi ist, wer und was ich bin. Manchmal sind es auch Brüche, die Teile unseres Lebens überschatten. Wir stellen fest, dass wir ein Leben lang auf Seine Gnade angewiesen sind. Mein Lebenswerk ist die Beziehung zu Jesus. Wenn unser Leben mit einem Schiff verglichen werden kann, ist ER der Wind – wir müssen „nur“ die Segel richtig setzen.

Viele Ältere vermissen Wertschätzung in der Gemeinde und in der Gesellschaft. Manche werden trotz größerer Lebenserfahrung verletzbarer. Sie beklagen, dass sie nicht mehr die „erste Geige“ spielen. Peter Strauch beschreibt dieses Gefühl, als wenn einem die Luft abgedrückt wird. Für diese Momente empfiehlt er das Lesen des Psalm 139. Da wird deutlich, dass wir bei Gott Wert geschätzt sind. Es geht nicht darum auf der „Bühne“ der Gemeinde oder Gesellschaft meinen Ruhm zu finden – auch nicht mit falscher Demut seinen Lebensabend zu leben. Wir können uns täglich mit Jes. 43,3 sagen: Ich bin ein von Gott wertgeschätzter Mensch.

Manche werden sich schon einmal in ihrem Leben gefragt haben, „Kann ich Vertrauen haben auf das, was in der Bibel steht“? Vielleicht haben sie Antworten gesucht auf ihre Lebensfragen und diese nicht gefunden. Peter Strauch will Mut machen, dass wir nicht alle Fragen in der Bibel beantwortet bekommen – auch wenn manche Menschen so tun, als ob und einfache Antworten auf komplizierte Fragen geben wollen. In 5. Mos. 29,28 lesen wir, dass es Dinge gibt, die uns Menschen – vielleicht ein Leben lang – verborgen bleiben.

Zweifel, besonders an unserem Glauben, sind auch im Alter möglich. Das muss uns nicht verzweifeln lassen. Das ist kein Mangel unseres Glaubens. Petrus wurde zwar „Kleingläubiger“ von Jesus genannt, als er zu ihm auf dem See ging und unsicher wurde. Wichtig bei diesen Zweifeln ist, sich nicht vor Scham in der Gemeinde zurückzuziehen, sondern mit Jesus zu sprechen und Schritt für Schritt – wie Petrus - erneut im Vertrauen auf ihn zuzugehen. Auch das Gebet an unsern Herrn, dass die Jahreslosung 2020 bildet: „Ich glaube, hilf meinem Unglauben“ kann ein Gebet für neue Glaubensstabilität sein.

DSC04498.1Und nun zeigt Peter Strauch sein zweites Talent als Liedermacher.

Im zweiten Teil des Vormittags beschrieb Peter Strauch sehr autobiografisch, wie er durch Glaubenskrisen gegangen ist. Das machte die Zuhörenden betroffen, gab aber auch Mut, mit eigenen (zukünftigen oder gegenwärtigen) Krisen umzugehen.

DSC04531.1Ein sehr erfreuliches Mittagessen von den Helferinnen der Gemeinde freundlich gestaltet und eine gesunde Bewegungspause bereiteten neue Kraft und Freude auf den Gottesdienst am Nachmittag hin, in dem es um gemeinsames Singen und von Andi Balsam verkündete Verheißungen ging.

Dieser Tag war ein Segen für mich persönlich und für alle Teilnehmenden. Dank an alle!

Joachim Keferstein

Die nächste Busfahrt geht zur: DSC04523.1  Landesgartenschau 2020 nach Kamp-Lintfort

Infomationen gaben:

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Joachim Keferstein, Leiter Arbeitskreis (AK) Senioren  

DSC04525.1  Pastor Andi Balsam, Referent des Landesverbandes NRW 

  DSC04529.1Werner Hahm, Landesverband NRW, AK Diakonie - Mission - Offentlichkeitsarbeit

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