2018 stilletag gruppein der EFG Bochum-Linden ein Rückblick und eine Einladung

Einen ganzen Tag lang Schweigen, nichts sagen! Wer mich kennt, weiß, wie schwer das für mich ist. Eine Auszeit jetzt, wo doch noch so viel zu tun ist? Und wird es dann nicht verdammt laut in mir… und es kommen Dinge hoch oder Gott sagt etwas zu mir, das ich so gar nicht hören will und in meinem Alltag erfolgreich unterdrücke? Und mit 40 Teilnehmer*innen, wie soll da Ruhe und Stille einkehren?
Da war aber auch noch eine andere Stimme in mir, ein tiefes Bedürfnis und Verlangen, mich von Gott berühren und Ihn zu mir sprechen zu lassen. Und so habe ich mich erwartungsvoll auf den Weg gemacht.

Als ich ankam, waren schon ganz viele Leute da und da wo sonst Trubel, laute Begrüßungen und manchmal auch eine leichte Hektik herrscht, empfing mich eine fast schon andächtige Ruhe, von der ich sofort eingenommen wurde.
Zunächst versammelten wir uns im Gemeindesaal, wo wir herzlich begrüßt wurden. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde (auch das geht mit 40 Personen tatsächlich) wurde uns der Ablauf des Tages vorgestellt und dann ging es auch schon in die Stille.
Zunächst fand eine kurze Einleitung statt, in der wir uns mit Bewegung nach Gott ausgerichtet haben. Allein in diesen Bewegungen habe ich gespürt, wie ich innerlich zur Ruhe gekommen bin.
Danach gab es vier unterschiedliche Zugänge zur Stille: einen Gebetsspaziergang, eine imaginierte Bilderreise, Sitzen in der Stille und Perlen des Glaubens. Mit Hilfe einer/s Mitarbeiterin*s sind wir dann durch die jeweilige Übung geführt worden.

2018 stilletag mitteDanach gab´s Mittagessen. Es ist schon beeindruckend, in was für einer Stille und wie behutsam und andächtig mit 40 Menschen gemeinsam gegessen werden kann. An dieser Stelle vielen herzlichen Dank an die Bordküche für das leckere Essen!

Am Nachmittag hatten wir nochmal die Möglichkeiten zwischen vier Angeboten zu wählen, u.a. in die Einführung ins Herzensgebet und eine kreative Übung zur Gotteserfahrung.

Zum Abschluss gab es noch einen Gottesdienst, in dem jede/r wie er wollte von seinen Erfahrungen berichten konnte.
Meine Erfahrung ist, dass ich von Gott überreich beschenkt wurde. Und zwar vor allem mit der Stille, die ich als sehr angenehm empfunden habe. Sogar ein paar Tage später trage ich immer noch einen tiefen Frieden in mir. auch wenn mein Alltag gerade sehr laut ist. Auch die Berichte der anderen Teilnehmer*innen bestätigen, dass alle auf eine individuelle Art und Weise Gott begegnet sind und liebevoll von Ihm beschenkt wurden. Ich bin Gott unendlich dankbar für die Erfahrung und kann nur dazu ermutigen und einladen, sich auf diese Art von Spiritualität einzulassen und sich von Gott beschenken zu lassen.

Ach ja: Mit 40 Teilnehmern in die Stille finden? Ja, das geht, das geht sogar sehr gut! Denn wo zwei oder drei, oder gar 40 in Jesu Namen versammelt sind, da ist Er mitten unter ihnen.

Zum Schluss noch ein riesiges Dankeschön an das Team vom Stille Tag!
Gott segne euren Dienst!

 

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