Regionstag II: Voneinander wissen | Voneinander lernen | Gemeinsam wachsen
25 Menschen aus 10 Gemeinden unserer Region kamen am 12. September 26 zum zweiten Regionstag der Region 14 zusammen. Nach dem ersten Regionstag im Februar ging es diesmal einen entscheidenden Schritt weiter. Weg von der Frage, wie die neue Region grundsätzlich aussehen könnte, hin zu der Frage, wie wir als Gemeinden konkret miteinander arbeiten können. Dabei wurde deutlich, Region 14 startet nicht bei null. Denn in unseren Ge-meinden gibt es bereits unglaublich viele Erfahrungen, starke Kompetenzen, tolle Projekte und wundervolle Menschen. Jetzt geht es darum, diese Stärken miteinander zu verbinden, voneinander zu wissen, voneinander zu lernen und gemeinsam zu wachsen.

Unsere Gemeinden als „dezentrale Gewächshäuser“
Das Bild des Gewächshauses begleitet Region 14 bereits seit dem Beginn des Regionalpro-zesses. Gemeinden befinden sich in unterschiedlichen Phasen, manches beginnt gerade neu zu wachsen, anderes trägt Früchte, manches braucht Pflege und Unterstützung und manches benötigt auch Zeiten der Ruhe, Reflexion oder Neuausrichtung.
Beim zweiten Regionstag wurde dieses Bild weitergedacht, denn unsere Gemeinden sind selbst „dezentrale Gewächshäuser“. Und innerhalb unserer Region ist bereits enorm viel vorhanden. Erfahrungen mit Gemeindeentwicklung und Wachstum, Kinder- und Jugendarbeit, Musik, Gottesdienst und Technik, sozialräumlicher Arbeit, interkulturellem Gemeindeleben, Organisation, Leitung und vielem mehr.
Die Frage lautet deshalb nicht nur, „Was braucht meine Gemeinde?“, sondern auch, „Was hat unsere Gemeinde, das andere in der Region gebrauchen könnten?“
Was brauchen die Gemeinden unserer Region?
Bereits im Vorfeld des Regionstages hatten Gemeinden aus Region 14 in einer Umfrage ihre Erfahrungen, Erwartungen und Bedarfe eingebracht. Dabei wurden besonders drei Bereiche deutlich:
– Gemeindeentwicklung und Zukunftsfragen
– Vernetzung mit anderen Gemeinden
– Impulse für Mitarbeitende und Teams
Als hilfreiche Formen der Unterstützung wurden vor allem Vernetzungstreffen, Schulungen und Workshops sowie der Austausch von Erfahrungen und Ressourcen genannt. Genau da-ran wurde beim Regionstag weitergearbeitet.
Drei Felder standen im Mittelpunkt
– Vernetzung – von vorhandenen Stärken profitieren und miteinander unterwegs sein
– Regionale Projekte und Angebote – Dinge entwickeln und teilen, die unseren Ge-meinden tatsächlich dienen
– Regionaltage – Räume für Begegnung, Inspiration und gemeinsames Lernen schaffen.
Nicht einfach mehr machen
Und noch ein weiterer wichtiger Gedanke zog sich durch den Tag. Regionale Arbeit darf nicht einfach bedeuten, noch mehr Veranstaltungen zu produzieren. Stattdessen wurde gemeinsam überlegt, woran wir erkennen können, dass ein Projekt oder Angebot tatsächlich für mehrere Gemeinden interessant ist. Dabei kristallisierten sich zwei wesentliche Kriterien heraus. Es muss einen wirklichen Nutzen für unsere Gemeinden haben und die Qualität muss stimmen. Regionale Angebote sollen Gemeinden unterstützen, ohne ihnen Verantwortung abzunehmen. Sie sollen möglichst übertragbar sein, Ressourcen sinnvoll einsetzen, Vernetzung ermöglichen und vorhandene Erfahrungen nutzen. Das bedeutet auch, nicht jede gute Veranstaltung einer einzelnen Gemeinde muss automatisch ein regionales Angebot werden. Aber dort, wo eine Erfahrung, ein Projekt oder eine Kompetenz auch anderen helfen kann, wollen wir Möglichkeiten schaffen, sie sichtbar und zugänglich zu machen.
Von guten Ideen zu konkreten Projekten
In den Arbeitsphasen entstanden zahlreiche Ideen dafür, wie das zukünftig aussehen könnte. Genannt wurden z. B. ein Markt der Möglichkeiten, bei dem Gemeinden ihre Erfahrungen und Projekte vorstellen können. Regionale Treffen rund um Führung und Leitung, Mentoring und Zweierschaften für ehrenamtlich Leitende, Lerngruppen und Seminare zu Themen wie Predigt, Moderation oder Technik, regionale Jugendgottesdienste, Austausch zum interkulturellen Gemeindeleben, Angebote rund um Mission und Diakonie, Möglichkeiten, Kompetenzen, Bedarfe und Materialien zwischen Gemeinden sichtbar zu machen.
Die entstandenen Ideen wurden am Ende gemeinsam priorisiert. Das Starterteam nimmt diese Ergebnisse nun mit und wird prüfen, welche Projekte als erste konkret weiterverfolgt werden.

Auch personell wird Region 14 konkreter
Neben den inhaltlichen Fragen gab es beim Regionstag auch ein wichtiges Update zur weite-ren Entwicklung der Region.
Auch das Starterteam bleibt zunächst weiter im Einsatz. Die bisherige Konstellation wurde beim Regionstag einstimmig darin bestätigt, den begonnenen Prozess bis Oktober weiterzu-führen. In dieser Zeit soll geklärt werden, wie das zukünftige Regionalteam zusammengesetzt sein und dauerhaft arbeiten soll. Gleichzeitig gilt ausdrücklich: Wer sich künftig in Region 14 einbringen und Verantwortung übernehmen möchte, ist eingeladen, sich beim Starterteam zu melden.
Ab dem 1. Januar 2027 ist die Anstellung von Lukasz Kasprowicz für Region 14 vorgesehen. Nach Bewerbungen, Vorstellungsgesprächen und weiteren Prozessen soll seine Aufgabe eng mit dem verbunden sein, was die Gemeinden selbst als Bedarf benannt haben. Men-schen und Gemeinden vernetzen, vorhandene Kompetenzen zusammenbringen und Ge-meindeentwicklung unterstützen und gemeinsam mit den Gemeinden Projekte und Angebote entwickeln, die der Region tatsächlich dienen.

Die regionale Stelle ersetzt dabei nicht das Engagement der Gemeinden. Sie soll vielmehr helfen, Verbindungen herzustellen, Prozesse zu begleiten und vorhandene Möglichkeiten miteinander zu verknüpfen. Region 14 soll sichtbar und erreichbar werden und Vernetzung funktioniert nur, wenn wir voneinander wissen. Deshalb wurde beim Regionstag direkt ein weiterer konkreter Schritt gegangen.
Wir haben eine Signalgruppe für Region 14 gestartet. Dort sollen zukünftig unkompliziert In-formationen, regionale Angebote, Projekte und Möglichkeiten zur Beteiligung geteilt werden. Die Gruppe soll ausdrücklich nicht nur für Hauptamtliche oder Gemeindeleitungen gedacht sein, sondern für Menschen aus den Gemeinden, die sich für Region 14 interessieren.

→ Jetzt der Signalgruppe Region 14 beitreten
Auch auf dieser Seite werden wir den weiteren Prozess dokumentieren, über neue Projekte informieren und Rückblicke auf gemeinsame Veranstaltungen veröffentlichen.
Und jetzt?
Mit dem zweiten Regionstag ist der Prozess nicht abgeschlossen. Im Gegenteil. Wir haben angefangen, konkrete Verbindungen zu schaffen und erste gemeinsame Ideen zu entwickeln. Das Starterteam wird die Ergebnisse des Tages nun weiterbearbeiten und die nächsten Schritte vorbereiten. Gleichzeitig lebt Region 14 nicht von einem Team oder einer Stelle allein. Sie lebt davon, dass Menschen und Gemeinden ihre Erfahrungen teilen, voneinander lernen und bereit sind, auch über die eigene Gemeinde hinaus zu denken.
Wenn ihr eine Idee habt, Kompetenzen einbringen möchtet oder bei einem der kommenden Projekte mitarbeiten wollt, kommt gerne auf uns zu. Denn in unserer Region ist schon unglaublich viel da. Jetzt geht es darum, es miteinander zu verbinden.
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